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Notfallvorsorge


Business Continuity – Krisenmanagement – Imagerisiken erfolgreich managen

Ereignis- und Krisenmanagement sowie Business Availabilty (Verfügbarkeit) Business Continuity (Geschäftsfortführung) und Business Recovery (Wiederanlauf) ist für viele Unternehmen zu einer realen Herausforderung geworden.

Business Continuity Management (BCM) ist also grundsätzlich nichts Neues, abgesehen von der modischen Anglisierung des Begriffs. Doch die Anforderungen an Business Continuity Management haben sich mit den Unternehmen verändert. Die Firmen sind heute viel stärker darauf angewiesen, rund um die Uhr Geschäfte in kürzester Zeit abzuwickeln. Epidemien, wie im Falle von SARS, erfordern primär betriebliche Massnahmen zur Gewährleistung der Geschäftskontinuität. Es ist hilfreich, vier Ausfallszenarien zu unterscheiden: Ausfall IT, Personal, Gebäude (Arbeitsplätze) sowie Ausfall externer Dienstleistungen.

Nicht nur das betriebliche, sondern auch das sich verändernde regulatorische Umfeld tragen zu den gesteigerten Anforderungen an das Business Continuity Management bei. Unternehmensweites Risikomanagement und Corporate Governance stehen derzeit weltweit im Brennpunkt von Regulatoren und Gesetzgebern (Basel II, IKS, Sarbens-Oxley-Act).

95 Prozent der befragten IT-Manager in der Schweiz gaben an, dass sie ohne Disaster-Recovery-Plan Katastrophen und Ausfällen schlicht ausgeliefert wären. Als die beiden grössten Bedrohungen wurden mit 86 und 80 Prozent Hard- und Software-Fehler sowie Viren und Hacker-Angriffe genannt, gefolgt von Naturkatastrophen mit 78 Prozent. Ausfälle aufgrund unabsichtlichen oder bösartigen Verhaltens von Mitarbeitern stuften 64 Prozent der Befragten als bedrohlich ein. 58 Prozent der befragten Unternehmen erachten Krieg und Terrorismus als eine grosse Bedrohung.

Krisenmanagement und Katastrophenvorsorge
Ein Brand im Rechenzentrum oder Serverraum kann innerhalb weniger Minuten zur Katastrophe führen. Eine solche Notfallsituation kann sehr schnell und ungewollt entstehen. Bei Überschwemmungen und Erdbeben ist nicht der Faktor Mensch die Ursache des Notfalls, sondern höhere Gewalt. Durch das richtige Verhalten in einer solchen Notfallsituation kann der Schaden in Grenzen gehalten werden. Aus diesem Grund muss bereits vorab eindeutig bestimmt werden, wie man sich bei einem Notfall zu verhalten hat und welche Aktionen auszulösen sind.

Damit im Notfall richtig gehandelt wird, muss man sich zuerst der möglichen Ursachen einer solchen Situation bewusst werden. Die Notfallsituation kann durch eine Krise oder eine Katastrophe entstehen.

Unter Krise versteht man eine Entscheidungssituation. Diese ist gekennzeichnet durch eine schleichende Entwicklung negativer Einflüsse, die anfänglich noch nicht bedrohlich wirken, jedoch bereits einen Handlungsbedarf darstellen. Die Krise ist vorausseh-, ihre Dauer aber nicht bestimmbar. Im schlimmsten Fall kann eine Krise zur Katastrophe führen. Als Beispiel für eine Krise kann der Abgang einer Schlüsselperson genannt werden. Durch deren Abgang ist die Fertigstellung eines wichtigen Projektes gefährdet, was wiederum die Existenz der Firma in Frage stellen kann.

Von einer Katastrophe spricht man bei einem Schadenereignis, welches mit der ordentlichen, normalen Organisation nicht mehr bewältigt werden kann. Die Krise ist länger dauernde Vorstufe einer Katastrophe.

Krisen und Katastrophen müssen bewältigt werden. Für diesen Fall müssen die entsprechenden Krisen-Organisationen und Infrastrukturen aufgebaut, das Eskalationskonzept erarbeitet und die Notfallmassnahmen für verschiedene mögliche Fälle vorbereitet werden. Grundlage dazu bildet eine Risikoanalyse, aus welcher die Extremrisiken ersichtlich sind.

Krisen-Fälle müssen geübt werden. Der Nutzen ist grösser als man denkt.
Denken Sie in Szenarien; Was kann passieren, wenn?