Wirtschaftsspionage

Mit der Globalisierung haben sich die Bedrohungen für Schweizer Firmen vergrössert. Illegaler Wissenstransfer und Verlust von sensiblen Daten kann die Existenz eines Unternehmens gefährden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz in Deutschland schätzt das jährliche Schadenspotential, das der deutschen Wirtschaft durch Wirtschaftsspionage entsteht, auf ein Volumen von bis zu 50 Mrd. Euro. Gehen wir davon aus, dass Deutschland 10 Mal grösser als die Schweiz ist, entsteht der Schweizer Wirtschaft ein Schaden von 5 Mrd. Euro bzw. 7.5 Mrd. Schweizer Franken. Ein eigentlicher „Wirtschaftskrieg“ hat den militärischen und politischen Wettbewerb des Kalten Krieges abgelöst.
Die Schweiz ist vermehrt im Visier fremder Nachrichtendienste – 2008 erhielten darum 21 (im Jahr 2007 8) Osteuropäer Einreiseverbot. Hauptauftraggeber sind Russland und China. Laut dem Dienst für Analyse und Prävention (DAP) hat „das Interesse ausländischer Nachrichtendienste an der Schweiz als Standort von Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Spitzentechnologie nicht abgenommen“. Diese Art der Beschaffung von Wirtschaftsinformationen ist in Russland und China legitimiert und offizieller Aufklärungsschwerpunkt. Dabei bedienen sich die Spione der Social Engineering Methode, um an die sensiblen Informationen zu kommen. Social Engineering ist eine Methode, um unberechtigten Zugang zu Informationen oder IT-Systeme durch „Aushorchen“ zu erlangen. Beim Social Engineering werden menschliche Eigenschaften wie z.B. Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Angst oder Respekt vor Autorität ausgenutzt. Dadurch können Mitarbeiter so manipuliert werden, dass sie unzulässig handeln.
Unter Spionage versteht man die Gesamtheit von Handlungen zu Gunsten eines Staates, einer Firma oder einer Person, zwecks Beschaffung von geschützten oder geheimen Informationen aus den Bereichen Militär, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie, die zum Nachteil eines Landes oder einer Firma führt. KMUs und wissenschaftliche Institute stellen wegen ihrer innovativen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und ihres Know-hows häufig interessante Ausspähungsziele dar. Besonders beliebt sind auch Messen, wie beispielsweise die CeBIT in Hannover. Hier sind Spione gezielt am Werk und greifen offen Informationen ab, die nicht selten in Joint Ventures münden.
Wir bereaten Sie gerne zur Abwehr gegen die Wirtschaftsspionage
- Durchführen einer Risiko-Analyse in Ihrem Unternehmen
- Ihre Mitarbeiter für Geschäftsreisen im Ausland sensibilisieren
- Erstellen einer Sicherheitspolitik(-Leitbild) mit den entsprechenden Weisungen
- Erstellen von Checklisten und Merkblätter für den sicheren Umgang mit Firmen-Informationen
- Die Personalabteilung unterstützen (Vertraulichkeitsvereinbarungen, Mitarbeiter Eintritt- und -Austritts Checklisten etc.)
- Umgang mit Verschlüsselungs-Technologien (Festplatten-Verschlüsselung, Verschlüsselung von USB-Speichersticks, E-Mail Verschlüsselung etc.)
- Erstellen von internen Weisungen (Umgang mit Passwörter, Umgang mit Internet und E-Mail, Umgang mit dem Notebook, Umgang mit PDAs etc.)
- Generelle Sicherheits-Überprüfungen (physische Sicherheit, Clear Desk Policy, Notfall-Handbuch etc.)


